Zu Beginn meines Arbeitens mit Glas standen das fertiggestellte Endprodukt, z.B. ein Fensterbild oder Spiegel im Vordergrund. Sehr schnell gewann die Beschäftigung mit dem Werkstoff GLAS immer mehr an Bedeutung: Glasscheiben, die mit ihren verschiedenen Farbverläufen so schön sind, dass es schade ist, sie zu zerschneiden. Farblose Gläser, deren verschiedenartige Strukturen je nach Lichtverhältnissen immer wieder neue Eindrücke erzeugen. Bei meinen neueren Entwürfen sind es meist die farblos strukturierten oder geschliffenen Gläser, die die Hauptrolle spielen, während die Farben nur noch Akzente setzen.
Obwohl man mit diesen Gläsern eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten hat, kommt fast zwangsläufig der Wunsch, Glas auch im heißen Zustand zu bearbeiten. Beim Verschmelzen (Fusing) und Formen im Glasofen ist noch eine gewisse Distanz zum heißen Glas da, das Arbeiten an der offenen Gasflamme, der sogenannten Lampe, stellt den direkten Kontakt zum fast flüssigen Glas her.
Jede dieser unterschiedlichen Arbeitsweisen hat ihren eigenen Reiz und ist in den verschiedenen Anwendungsbereichen nicht durch eine andere ersetzbar.
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